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Refluxkrankheit


In unserem heutigen Artikel geht es um die Refluxkrankheit. Seit etwas mehr als fünf Jahren

beschäftigen wir uns in einer Spezialambulanz intensiv mit dieser Krankheit. Die Zahl der Patienten mit dieser Krankheit nimmt ständig zu. Dies ist sicherlich zum Teil auf den heutigen Lebensstil zurückzuführen. Der Anstieg der Patientenzahl ist aber auch auf das bessere Bewusstsein der Patienten zurückzuführen. Früher haben diese Patienten einfach keinen Arzt aufgesucht, weil sie dachten, es gäbe keine wirksame Behandlung. Heute suchen diese Patienten eine Spezialambulanz auf. Und das ist gut so. Im Folgenden werden wir erklären, warum.


Es gibt viele Erscheinungsformen der Refluxkrankheit. Typische Symptome sind Sodbrennen und Schmerzen beim Schlucken. Diese Erscheinungen verschlimmern sich in der Regel im Schlaf und bei vollem Magen. Der Körper merkt jedoch nicht immer, dass etwas nicht stimmt. Es gibt auch Formen des so genannten stummen Refluxes, bei denen der Reflux häufig auftritt, der Betroffene aber nichts davon spürt. Es gibt auch Erscheinungen, die auf den ersten Blick nichts mit Reflux zu tun haben, wie Hustenanfälle oder sogar die Entwicklung von Asthmaanfällen.


Diese Symptome werden durch eine Fehlfunktion des so genannten Antirefluxmechanismus verursacht. Dieser körpereigene Mechanismus verhindert, dass der Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Verantwortlich dafür ist das Zusammenspiel mehrerer Faktoren:

1. Der untere Ösophagussphinkter - ein Muskel, der sich, einfach ausgedrückt, öffnet, wenn Nahrung in den Magen gelangt, und geschlossen bleibt, bis der Magen entleert ist

2. Intraabdominaler Druck. In der Bauchhöhle herrscht ein Überdruck. Dadurch wird die Funktion des Schließmuskels unterstützt.

3. Der natürliche Winkel zwischen der Speiseröhre und dem Magen. Der Übergang zwischen Speiseröhre und Magen ist nicht gerade, sondern in einem bestimmten Winkel. Dieser so genannte His-Winkel verhindert, dass die Nahrung leicht in die Speiseröhre zurückfließt.


Wie wir sehen, ist dieser Mechanismus ziemlich komplex.

Und wie so oft, können komplizierte Dinge leicht schief gehen


Wenn wir ein einfaches Beispiel dafür nehmen, was schief gehen kann und welche Folgen das hat, können wir eine typische Situation bei Patienten mit Refluxkrankheit beschreiben:


Die meisten Patienten haben eine so genannte Zwerchfellhernie. Das bedeutet einfach, dass ein Teil des Magens aus der Bauchhöhle in die Brusthöhle verlagert wurde. In der Brusthöhle herrscht natürlich ein verminderter Druck, der die Funktion des unteren Ösophagussphinkters erheblich beeinträchtigt. Außerdem geht durch die Verlagerung des Magens in die Brusthöhle der typische Übergangswinkel zwischen Magen und Speiseröhre verloren.


Diese komplexen Veränderungen führen zur Refluxkrankheit. Letztere ist an sich schon unangenehm, da sie die Lebensqualität erheblich einschränken kann. Langfristig kann sie auch sehr gefährlich sein, da sie zu Veränderungen der Magenschleimhaut und möglicherweise sogar zu Speiseröhrenkrebs führen kann.


Deshalb ist es sehr wichtig, die Warnzeichen nicht zu vernachlässigen und eine Spezialambulanz aufzusuchen.

Heutzutage kann diese Krankheit sehr genau diagnostiziert und wirksam behandelt werden.


Wie, erfahren Sie im folgenden Artikel.



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