Biostimulative Therapie: Warum Injektionen auf Höhe der Ohren „Jowls“ (hängende Kinnlinie) reduzieren können
- Lukáš Mičulík

- 27. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Mit zunehmendem Alter verändert sich unser Gesicht. Viele Menschen bemerken, dass die klare Kieferlinie („Jawline“) unschärfer wird und sich kleine Haut- und Gewebesenkungen bilden. Diese werden im Englischen „Jowls“ genannt. Sie entstehen seitlich am Unterkiefer und lassen das Gesicht müder oder schwerer wirken.
Lange Zeit bestand die Behandlung hauptsächlich darin, diese Bereiche direkt mit Fillern aufzufüllen. Heute verfolgt die moderne ästhetische Medizin zunehmend einen anderen Ansatz: die biostimulative Therapie. Dabei wird nicht nur Volumen ersetzt, sondern die Haut und das Gewebe werden zur eigenen Regeneration angeregt.
Warum entstehen Jowls überhaupt?
Die Ursache ist meist nicht nur der Volumenverlust am Unterkiefer selbst. Ein wichtiger Faktor ist das Absinken des Gewebes im mittleren und seitlichen Gesicht, insbesondere im Bereich vor und auf Höhe der Ohren. Dort befinden sich wichtige Haltestrukturen und Fettkompartimente, die wie eine „Stütze“ für die untere Gesichtspartie wirken.
Wenn diese Strukturen Volumen und Spannkraft verlieren, sinkt das Gewebe nach unten. Dadurch entstehen Jowls und die Kieferlinie verliert ihre klare Form.
Warum wird auf Höhe der Ohren injiziert – und nicht direkt in die Jowls?
Bei der biostimulativen Therapie wird häufig gezielt im seitlichen Gesichtsbereich auf Höhe der Ohren behandelt. Dieser Bereich wirkt wie ein natürlicher „Ankerpunkt“. Durch die Injektion biostimulativer Substanzen wird dort:
die körpereigene Kollagenproduktion angeregt,
die Hautstruktur langfristig verbessert,
das Gewebe stabilisiert und leicht angehoben,
und die gesamte untere Gesichtspartie indirekt gestrafft.
Das Ergebnis ist ein natürlicher Lifting-Effekt. Die Jowls können dadurch deutlich reduziert wirken, ohne dass sie direkt stark aufgefüllt werden müssen.
Was bedeutet „biostimulative Therapie“ konkret?
Im Gegensatz zu klassischen Fillern, die hauptsächlich Volumen geben, regen biostimulative Produkte den Körper zur eigenen Regeneration an. Sie stimulieren Fibroblasten, fördern die Kollagenbildung und verbessern langfristig die Hautqualität.
Typische Beispiele sind Präparate auf Basis von:
Calciumhydroxylapatit (z. B. Radiesse®, HarmonyCa®),
Polycaprolacton (z. B. Ellansé®),
spezielle strukturierte Hyaluronsäure-Produkte (z. B. Profhilo Structura®).
Diese Substanzen wirken nicht nur sofort, sondern verbessern das Gewebe über Wochen und Monate.
Natürliches Ergebnis statt künstlichem Volumen
Ein großer Vorteil dieser Methode ist das natürliche Aussehen. Das Gesicht wirkt frischer und definierter, ohne „aufgespritzt“ zu wirken. Statt einzelne Bereiche isoliert zu behandeln, wird die gesamte Gesichtsstruktur berücksichtigt.
Für wen ist diese Behandlung geeignet?
Besonders geeignet ist die biostimulative Therapie für Menschen, die:
beginnende oder moderate Jowls bemerken,
ihre Kieferlinie definieren möchten,
eine natürliche Verbesserung wünschen,
oder ihre Haut langfristig regenerieren möchten.




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